Die Haut als Spiegel der Seele

Jeder hat es irgendwann schon einmal erlebt, dass die Haut auf das Befinden reagiert. Und sei es nur, dass die Verlegensheitsröte auf entblößende Weise, die im Augenblick empfundene Unsicherheit preisgegeben hat.

"Ich fühle mich wohl in meiner Haut" ist ein oft verwendeter Satz, um zum Ausdruck zu bringen, wie es ums Wohlbefinden im Inneren und Äußeren bestellt ist. Im übertragenen Sinne wird damit oft auch das Selbstwertempfinden beschrieben. Kein Wunder, führt doch die Haut, in Bezug auf Größe und Gewicht einen der vorderen Plätze in der Top 10 des "Organ-Ranking" an. Mit gut 11 Kilogramm Gesamtgewicht sicher das schwerste, wenn auch mit 2 Quadratmetern nicht gleichzeitig auch das Organ mit der größten Flächenausdehnung.

Die besondere Bedeutung der Haut wird durch viele Weisheiten, Zitate und Aphorismen unterstrichen:

  • "Du bist der Beste in deiner Haut"
  • "Das geht mir unter die Haut"
  • "Ich habe es hautnah erlebt."
  • "...mit Haut und Haar."
  • "...aus der Haut fahren wollen."
  • "Nicht in Deiner Haut stecken wollen."

Die Haut kommuniziert ohne Worte, aber dennoch unmissverständlich und in der Regel unwillkürlich. Sicher hat jeder schon einmal erlebt, wie das Erscheinungsbild der Haut, das Befinden verraten hat. Die Blässe, die von Übelkeit, Blutarmut oder Schock berichtet. Die Röte, die auf Anstrengung, Verlegenheit, Scham oder ertappt werden hinweist. Auch die Gänsehaut berichtet von einer Reihe untrschiedlicher Befindlichkeiten, die auf einer Bandbreite von Frösteln bis hin zu Gruseln mehrere Stationen und Stufen kennt.

Die Haut als Spiegel der Seele bringt durch deutliche Reaktionen den Stand des seelichen Befindens - im wahrsten Sinne des Wortes - an die Oberfläche. Stresshormone können die Pickelentstehung begünstigen. ahrelange, psychische Belastung kann Neurodermitis hervorrufen. Abgrenzungsprobleme können in Schuppenflechte zum Ausdruck kommen. Was würde Ihe Haut sagen, wenn Sie jetzt die Möglichkeit dazu hätte?

Die Haut in ihrem Erscheinungsbild berichtet aber auch vom Leben ihres Trägers. Während das Baby mit samtweicher Haut gesegnet ist, hat der Teenager seine liebe Not mit Pickel und Co. Danach die Jahre des jungen Erwachsenenlebens von 18 bis Ende 20 Jahre, unterstreichen die Frische dieses Lebensabschnitts duch ein rosig frisches Hautbild. Während im fünften Lebensjahrzehnt die eine oder andere Hautfurche sich bereits tief hineingegraben hat. Wo früher straffe Haut selbstverständlich war, hat die Zeit ihre Spuren hinterlassen.  Die Haut berichtet von Lebenserfahrung und Reife und kleidet uns in ein immer neues Erscheiungsbild - je nach dem, wie wir mit uns und unserer Haut umgehen...

Rauchen, Alkoholkonsum und Schlafmangel gehören zu den Beschleunigern der Hautalterung. Manchmal sind es kleine Veränderungen der Lebenweise, den Regenerationsprozess der Haut begünstigen. Eine gute, regelmäßige Pflege unterstützt zusätzlich. Zum richtigen Zeitpunkt angewandt, für eine effektive Hautpflege, denn so tickt die Haut:

6 - 9 Uhr       Beste Zeit für eine Bürstenmassage, Wechselarme Duschen, Peeling und Ähnliches. Die Haut ist jetzt am widerstandsfähigsten gegen äußere Reize. Grund hier für ist, dass die Cortisolausschüttung in der zweiten Nachthälfte (ab ca. 4 Uhr morgens) am höchsten ist.

12 - 16 Uhr   Eine Reinigungspflege tut Ihrer Haut jetzt besonders gut. Die feinen Blutgefässe (Kapillaren) der Haut sind in dieser Zeit wenig durchblutet und die Fettproduktion nimmt zu. Abpudern der Gesichtshaut verhindert einen fettglänzenden Teint.

15-17 Uhr     Epilation und Augenbrauenkorrektur können in dieser Zeit am besten ertragen werden. Grund hierfür ist das im Tagesverlauf geringste Schmerzempfinden.

ab 19 Uhr      Reichhaltige Pflegeprodukte können am späten Abend und Nachts, unterstützt durch eine optimale Durchblutung, am besten ihren Beitrag zur Hautregeneration leisten.

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