Was ist Stress?

Stress kennen wir wahrscheinlich alle – Arbeitsstress, Privatstress, Ehestress, Schulstress, Prüfungsstress, Freizeitstress und viele andere mehr! Aber was genau Stress ist und vor allem, was wir dagegen tun können, das wissen schon nicht mehr so viele Menschen. Stress bedeutet für den Organismus eine absolute Gefahrensituation.

Walter B. Cannon, ein amerikanischer Physiologe des frühen 20. Jahrhunderts beschrieb als erster die Stressreaktionen auf Basis der evolutionsgeschichtlichen Betrachtungsweise. Er gehörte zu den Pionieren der Stressforschung und weist den Stress unserem Reptilien- gehirn zu. Als Reptiliengehirn wird auch als Stammhirn bezeichnet, welches den ältesten Gehirnanteil ausmacht. Es hat sich vor mehr als 500 Mio. Jahren entwickelt und ist für die grundlegenden und lebenswichtigen Funktionen wie Atmung, Herzschlag, Nahrungsver- wertung und Darmtätigkeit verantwortlich. Da diese Funktionen die Grundlage allen Lebens von Wirbeltieren sind, ist bei allen Lebewesen (von Mensch bis Reptil) dieser Gehirnabschnitt nachweisbar. Da bei Reptilien dieser Gehirnanteil beinahe das gesamte Hirn umfasst, wird es auch Reptiliengehirn genannt.

Was hat also dieses Reptiliengehirn mit dem Stressempfinden zu tun?
Kommen wir zurück zu den Forschungen von W. B. Cannon, der die 
                           Kampf-oder-Flucht-Reaktion 
beschrieben hat. Gerät der Mensch in eine als bedrohlich empfundene Situation, hat er zwei Möglichkeiten: Kampf oder Flucht.

Innerhalb kürzester Zeit entscheidet das Stammhirn über die Gefahrensituation und trifft die unwillkürliche Entscheidung für Kampf oder Flucht. Wird beispielsweise der Schmerz- impuls beim Berühren eines heißen Gegenstands ausgelöst, wird sofort (also in Sekunden- bruchteilen) die Hand zurückgezogen. Es wird hier also eine Fluchtreaktion ausgelöst.

Damit sichert das Stammhirn schon seit Urzeiten unser Überleben. Der Tatsache ausge- prägter Sensibilität dieses Hirnareals ist es zu verdanken, dass eins sich von der Seite anpirschendes Raubtier wahrgenommen wurde und so den Flut- oder Kampfreflex auslöste. Und hier ist wichtig zu beachten, dass alle Reaktionen, die durch Gefahrensituationen verursacht sind, reflexartig – also unwillkürlich – erfolgen.

Die Gefahrensituationen der Neuzeit haben sich stark verändert
So ist die Gefährdung durch Säbelzahntiger gleich Null. Dagegen sind die neuzeitlichen Gefahrenpotentiale quantitativ gestiegen und reichen von Autoverkehr über Schulstress bis hin zu Zeitmangel.

Stellen Sie sich vor, Sie fahren mit dem Auto und plötzlich spring Ihnen, ganz unerwartet ein Kind vor den Wagen. Was passiert in einer solchen Gefahrensituation? Überlegen Sie dann, was zu tun ist? Nein, Sie treten sofort auf die Bremse – reflexartig. Wenn der Wagen dann rechtzeitig zum Stehen gekommen ist spüren Sie auf heftigste Weise die begleitenden Körperreaktionen. Herzklopfen, Zittern vielleicht sogar Atemnot – alles das ist von Null auf Hundert spürbar. Adrenalin ist eingeschossen und hat die sofortige Reaktion möglich gemacht. Bis es abgebaut ist bleiben die begleitenden Körperreaktionen spürbar.

Kommt es anschließend zu einer ausreichenden Ruhephase in der sich der Organismus von dieser Gefahrensituation (=Stresssituation) erholen kann, ist alles im grünen Bereich. Geht jedoch die eine Gefahrensituation sofort in die nächste über oder dauert die Stresssituation über einen langen Zeitraum an ist der Adrenalinspiegel langzeitig erhöht. Dies kann zu dauerhaft erhöhtem Herzschlag (Puls) oder Blutdruck, Schlafstörungen, Schreckhaftigkeit, innerer Unruhe und Angstempfinden u.v.a.m. führen.

Spätestens jetzt führt die Stressbelastung zu einer deutlichen Beeinträchtigung des Wohlbefindens. Der Weg zum Arzt ist meist auf Grund der unangenehmen Symptome unausweichlich. Kopfschmerzen, Rückenbeschwerden, Bluthochdruck, Schlafstörungen und viele andere Beschwerden mehr, werden vorgetragen und nach eingehender Untersuchung meist schulmedizinisch medikamentös behandelt – jahrelang und symptombezogen. Das bedeutet lediglich: die Folgeerscheinungen des Stresses werden unterdrückt, die Ursachenbehandlung bleibt oft unberücksichtigt und findet sich meist nur in nebensächlich erwähnten Ratschlägen wie “Machen Sie doch mal ein paar Tage Urlaub” oder “Eine Entspannungsmethode könnte Ihnen gut tun” wieder.

Oftmals wird auch von den Betroffenen die Ursachenbehandlung gemieden oder gar abgelehnt, begründet in der Befürchtung den Arbeitsplatz, die Partnerschaft oder andere Stress verursachende Kontexte aufgeben zu müssen.

Es geht um mehr als Vermeidung
Dabei geht es vielmehr darum, Möglichkeiten zu finden in den Stressbereichen balancierter zu sein, Auszeiten zu schaffen oder durch Methodentraining eine innere Ausgeglichenheit zu erreichen, die den Adrenalinspiegel sinken lässt.

Neben den landläufig bekannten Entspannungsmethoden wie Autogenem Training, PMR - Progressiver Muskelrelaxation, Yoga und Tai Chi gibt es viele Ansätze, trotz hoher Beanspruchung durch Arbeit, Familie und Partnerschaft zu einer inneren Balance zu kommen. Innere Balance bedeutet einerseits wieder in Kontakt zu kommen mit seinen eigenen Bedürfnissen. - andererseits aber auch, leistungsfähig zu bleiben für die Anforderungen des Alltags.

Chance: alternativ-ganzheitlich!
Die alternativ-ganzheitlichen Methoden nehmen immer die Ursachenbetrachtung als wichtigen Aspekt in das Behandlungskonzept auf. So wird einerseits für den Klienten ein Bewusstsein geschaffen, was ist Stress, wie entsteht Stress, wie kann die Stressursache in seiner Auswirkung reduziert werden, welche Methoden stehen zur Verfügung um den Anforderungen des Alltags gewachsen zu sein.

Deshalb lohnt es sich, dem Thema Stress unter ganzheitlichen Gesichtspunkten zu begegnen. Wenn Sie Interesse haben und wissen möchten welche alternativ-ganzheitlichen Behandlungskonzepte ich für Sie bereit halte, vereinbaren Sie einen persönlichen, unverbindlichen Informationstermin unter 08231/9786441 oder per email unter: mail@zielerreichung-jetzt.de

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