Ängste überwinden

Wer kennt sie nicht - die Angst? Jeder Mensch erlebt im Laufe seines Lebens Angst unterschiedlichster Ausprägung. Einmal kommt sie ganz harmlos als undefinierte Befürchtung und flaues Gefühl in der Magengegend daher. Ein ander Mal massiv blockierend und hemmend, dass jegliches Denken und Handeln sich in der Unmöglichkeit verliert.

Angst schützt aber auch vor Gefahren. Angst ist in manchen Zusammenhängen intuitiv und reflexartig, meist aber Ergebnis wichtiger Lernerfahrungen. Angst schützt uns davor Schaden zu erleiden oder ein und denselben Fehler mehrmals zu  begehen. Angst ist also ein gutes inneres Warn- und Schutzsystem. In diesem Fall sprechen die Fachleute von der sogenannten Realangst.

Ganz anders, wenn unbegründete oder unangemessene Angst, die Leistungsfähigkeit oder Lebensqualität einschränkt. Oft beginnt alles ganz "harmlos", also unbemerkt. Der Betroffene bemerkt in bestimmten Situationen erst ein Unwohlsein in bestimmten Situationen, gegen das meist schnell ein Ausweg oder Umweg gefunden ist. Vermeidungsverhalten ist das Zauberwort und scheint anfang der Schlüssel zum Erfolg. Durch Unterlassen der angstbesetzten Situation kommt es anfangs zu Entlastung und Entspannung, die positiv geankert und konditioniert wird. Kommt nun eine weitere Angst hinzu, wird das erlernte "Erfolgsrezept Unterlassung" wiederholt angewandt. Am Ende jedoch mit fatalen Folgen. Der zunehmende Vermeidung führt zu Rückzug - Rückzug zu Isolation - Isolation zu Selbstzweifel und Einsamkeit. Die Angst hat an diesem Punkt ganze Arbeit geleistet. An diesem Punkt wird psychopathologisch von generalisierter Angststörung gesprochen, die zu überwinden den Betroffenen aus eigener Kraft meist nicht mehr möglich ist.

Spezifische Ängste dagegen beziehen sich auf ganz  bestimmte Auslösereize. Man spricht dann von der sogenannten Phobie. Mehr als 500 Phobien sind bereits bekannt und ständig entwickeln Menschen neue Phobien, die den jeweiligen Entwicklungen und Änderungen der Zeit, entsprechen wie z.B. AIDS-Phobie. Altbekannt hingegen die Spinnenphobie (=Arachnophobie), Spritzenphobie, Höhenangst (Akrophobie), Flugangst (Aerophobie) und viele andere mehr. Die Phobien haben meist schon sehr früh den Punkt des Erträglichen überschritten. Grund dafür sind, die meist intensive emotionale und somatische Beteiligung, die von den Betroffenen als ausgesprochen belastend empfunden wird.

Unabhängig davon, ob Angst unbestimmt oder spezifisch ist, eine frühzeitige Behandlung bringt in der Regel den besten Erfolg. Ob und in welchem Kontext eine Angststörung behandelt werden kann, muss immer im Einzelfall geklärt werden. Im Rahmen eines persönlichen Informationsgesprächs informiere ich Sie gerne individuell über die Möglichkeiten und ggfs. Grenzen. Vereinbaren Sie einfach telefonisch unter 08231/9786441 oder per email Ihren Kennenlern- und Infotermin.**