Prokastination überwinden:

10 praxiserprobte Maßnahmen, wie Du die Aufschieberitis überwinden kannst


Prokrastination, umgangssprachlich auch Aufschiebertitis genannt bezieht sich auf die Verhaltensweise, Aufgaben so lange aufzuschieben, bis der Erledigungstermin sehr knapp oder sogar verstrichen ist. Immer wieder ist zu lesen, es gäbe eben Prokratinations-Persönlichkeiten und die einige Möglichkeit damit umzugehen sei, sich damit zu arrangieren und für die wirklich wichtigen Aufgaben und Termine Dritte mit der Erledigung oder mit der wiederholten dringlichen Erinnerung zu beauftragen. Im Gegensatz dazu zeigt Dir dieser Blogartikel 10  Maßnahmen auf, wie es Dir gelingen kann Prokrastination zu überwinden.




Inhalt:

1. Was ist Prokrastination?

2. Welche Auswirkungen hat Prokrastination?
3. Gibt es eine Prokrastinations-Persönlichkeit?

4. Welche Ursachen hat Prokrastination?

5. Wie kannst Du Prokrastination überwinden?



1. Was ist Prokrastination?

Wie bereits eingangs erwähnt bezeichnet dieser Begriff ein Verhalten, mit dem der Beginn oder die Durchführung von Aufgaben verzögert wird. Oft so lange, bis Termine sehr kanpp geworden oder sogar verstrichen sind. Ein Phänomen, das viele Menschen betrifft. Interessant dabei ist vor Allem, dass es sehr unterschiedliche Formen der Prokrastination gibt. Während die eine Person generell alle Aufgaben aus allen Lebensbereichen grundsätzlich unter Zeitnot erledigt oder sogar immer zu spät kommt, kann es sich bei einer anderen nur auf Aufgaben eines bestimmten Themenbereichs beziehen, während alles andere immer rechtzeitig und pünktlich erledigt wird. Lass uns im Folgenden näher ergründen, was es mit der Prokrastination auf sich hat und wie es Dir gelingen kann in die umsetzung zu kommen.



"Morgen, morgen, nur nicht heute," sagen das wirklich die faulen Leute?"



2. Welche Auswirkungen hat Prokrastination?

Insgesamt hat Prokrastination erhebliche Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen. Entgegen der Annahme, dass die permanent aufschiebenden Personen eher tiefenentspannt und locker wären, zeigen sich vielmehr, Stress, Angst und Unzufriedenheit als vorherrschendes Lebensgefühl. In der Folge leidet das Selbstwertgefühl, negative Gedanken über sich selbst stellen sich ein und verfestigen sich.


Schlafstörungen, Alpträume können sich in der Folge entwickeln, denn je umfassender die Aufschieberitis ist, desto präsenter ist der Stress und Druck, denn das zu Erledigende ist ja nicht vergessen. Im Gegenteil: es steht wie eine bedrohliche Wand da - bedrohlich und scheinbar unüberwindbar.


Die Psychische Gesundheit beginnt allmählich, aber deutlich in Mitleidenschaft zu geraten. Gereiztheit stellt sich ein, weil der Aufgabenberg oder der Zeitdruck so immens geworden sind, dass letztendlich nur noch das Gefühl von Hilflosigkeit und Überforderung wahrgenommen wird. Häufig ist genau das der Punkt an dem eine Depressions-Diagnose gestellt wird.


Neben den Auswirkungen auf die Psyche und somit die innere Balance reihen sich auch Auswirkungen auf Erfolg, Beruf und Karriere ein. Insbesondere dann, wenn sich das aufschiebende Verhalten auch auf berufliche Aufgaben bezieht. Denn wird alles immer nur im letzten Augenblick erledigt und fertigstellt, müssen Kompromisse hinsichtlich Qualität und Umfang getroffen werden. Einmalig sicherlich kein Ding. Langfristig und wiederholend kann es dazu führen, dass auch das Umfeld, also Vorgesetzte und Kollegen von der Prokrastination Kenntnis bekommen. In der Folge kann das berufliche Vorankommen gebremst sein oder im Extremfall bis zur Abmahnung oder sogar Kündigung führen.


Ähnlich drastische Auswirkungen stellen sich dann ein, wenn behördliche Termine wiederholt verpasst oder Eingaben resp. Erklärungen auf Grund von Zeitdruck nur unzureichend erledigt werden. Deutliche Kostenerhöhungen durch Mahngebühren, Steuerschätzungen oder gar Pfändungen können die Folge sein, die  langfristig - wegen ungünstiger Schufa-Eintragungen - zur Minderung der Bonität führen.


Verpasste Chancen oder verpatzte Prüfungen sind ebenfalls mögliche Auswirkungen, die unangenehme Folgen für die persönliche Zukunft mit sich bringen. Alles in allem ist die Prokrastination ein ernstzunehendes Phänomen, das es in den Griff zu bekommen gilt. Die gute Nachricht dabei: es gibt eine Reihe wirkungsvoller Strategien, die Dir helfen können das Aufschieben in Handlungsbereitschaft und Tatkraft zu wandeln.

.



3. Gibt es eine Prokrastinations Persönlichkeit?

"Morgen, morgen, nur nicht heute - sagen alle faulen Leute" so lautet ein Sprichwort, das ich während meiner Kindheit und Jugend oft zu hören bekam und vielleicht kennst du diesen auch. Menschen, die prokastinieren sind weder Faul noch sind sie einem klassischen Persönlichkeitsbild zuzuordnen. Wichtig ist, zu berücksichtigen, dass Menschen die Aufschiebeverhalten zeigen dieses immer auf ganz individuelle Weise tun. Eine Vielzahl von Faktoren beinflussen Prokastination wie beispielsweise perösnliche Überzeugungen, Emotionen, Prägungen und Erfahrungen.


Dennoch gibt es bestimmte Persönlichkeitsmerkmale, die das Risiko der Prokrastination erhöhen. So gelten Menschen mit einer Tendenz zur Perfektion, zur Versagensangst oder im Status der Überforderung eher dazu Aufgaben aufzuschieben. Es kann aber auch als Begleiterscheinung von ADHS oder depressiven Phasen sin.


Zusammenfassend ist es wichtig zu verstehen, dass es sich bei der Prokrastination um ein komplexes Verhaltensmuster handelt, das von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird. Es gibt aber keine spezifische Prakrastinations Persönlichkeit.



4. Welche Ursachen hat Prokrastination?


Wie bei vielen anderen Phänomen, gibt es auch für die Neigung Aufgaben aufzuschieben nicht die klassische Ursache, sondern

es ist wichtig zu beachten, dass die Ursachen der Prokrastination von Person zu Person unterschiedlich sind und oft eine Kombination mehrerer Aspekte zugrunde liegen. Die häufigsten Ursachen sind:


  1. Mangelnde Motivation:
    Fehlen Sinnhaftigkeit, attraktive Gründe oder ist das Ziel nicht erkennbar, dem die zu erledigende Aufgabe dienst, kann dies dazu führen, dass die Aufgabe in der Prioritätenlisten permanent nach hinten rutscht. Es werden dann die scheinbar wichtigeren oder die deutlich freudvolleren Dinge vorgezogen.

  2. Überforderung:
    Ist eine Aufgabe so groß, komplex oder verworren, dass gar nicht klar ist, wie diese am besten begonnen, abgearbeitet und zum Abschluss gebracht werden soll, stellt sich schnell Überforderung ein. In der Folge kann Abwarten und Aufschieben eine Strategie sein, die an die Hoffnung geknüpft ist, im Lauf der Zeit würde sich schon diezündende Idee oder die helfende Hand einfinden.

  3. Ängste und Unsicherheiten:
    Ängsten und Unsicherheiten gehen oft mit Prokrastination einher. So kann beispielsweise die Angst vor Versagen, Ausdruck eines mangelnden Selbstvertrauens sein oder mit Existenzangst einher gehen. Aber auch die Angst vor Erfolg, der die schonungslose Sichtbarkeit mit sich bringt, kann zur Prokrastination führen.

  4. Ablenkungen:
    In der heutigen Zeit, in der es zahlreiche Ablenkungen gibt, wie beispielsweise soziale Medien, E-Mails und Nachrichten, kann es schwierig sein, sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren und sie zu erledigen.

  5. Perfektionisstreben:
    Menschen, die hohe Erwartungen an sich selbst setzen und ihre Ergebnisse setzen, neigen oft dazu, Aufgaben aufzuschieben. Grund hierfür ist die Sorge, den eigenen Ansprüchen oder den angenommenen Erwartungen anderer nicht zu genügen.

  6. Gewohnheit:
    In einigen Fällen kann das Hinausschieben der Aufgabenerledigung zur Gewohnheit werden. Insbesondere dann, wenn sich aus der Aufschieberitis nie einschneidende Konsequenzen ergeben haben.





Überwinde die Kluft

 "Vom Später zum Jetzt".

5. Wie kannst Du Prokrastination überwinden?


Prokrastination zu überwinden kann eine Herausforderung sein, aber ausgestattet mit dem entschiedenen Willen sowie der richtigen Strategie gelingt es Dir garantiert rechtzeitig ins Tun zu kommen.


  1. Attraktivität & Überschaubarkeit
    Ziele sollen immer so definiert sein, dass sie für dich sinnstiftend, attraktiv, messbar und gleichzeitig machbar sind. Der Fokus soll dabei auf der Machbarkeit liegen. Vermeide immer Überforderung und Zeitdruck. Mach Dir klar, was kann ich selbst und was gebe ich ab. Besonders bei umfangreichen Aufgaben wie z.B. ein Buch schreiben, eine Hochzeit planen usw. nimmt es unglaublich viel Druck, wenn Du Teilziele definierst, die das große Ziel überschaubar machen. Vielleicht ist in diesem Zusammenhang auch der Blockartikel: Ziele erreichen leicht gemacht interessant.

  2. Alles zu seiner Zeit
    Erstellen Dir einen verbindlichen Zeitplan mit dem Du Deine Produktiv-, Kreativitäts- Familien- und Entspannungsphasen festlegst. Achte dabei darauf, dass Du maximal 80% der aktiven Zeit verplanst. Konkret bedeutet das 80% von 16 Stunden (24 - 8h Schlaf), also maximal 13 Stunden. So bleibt immer ein Zeitpuffer für Spontanität und Ungeplantes.
    Gute Zeiten für Arbeit und Erledigungen sind Morgens zwischen 8 und 11 sowie 14 bis 17 Uhr. Es gibt aber durchaus auch Menschen, die auch in den Abendstunden zwischen 20 und 23 Uhr aktiv und konzentriert sein können. Welche Zeit Deine beste Schaffenszeit ist, legst Du individuell nach deinem Typ fest.

  3. Mach Deine Erfolge sichtbar
    Wähle eine Planugnsart, die es dir erlaubt Erfolge sichtbar zu machen. Dabei kann ein großer Terminplaner an der Wand hilfreich sein, in dem Du Deine wichtigen ToDos einträgst und jeden Tag markierst, was du alles erledigt hast. Wenn Du hingegen gerne digitale Tools für die Planung nutzt, dann könnte beispielsweise Trello genau das Richtige für Dich sein.
    Für die private Projektpanung erhältst du hier kostenfrei ein super Hilfsmittel.

  4. Feiere & belohne Dich
    Feiere, wenn Du die erste Woche alle ToDos, die Du Dir vorgenommen hast als erledigt abhaken kannst. Feiere jedes Ziel, das Du erreicht hast.

  5. Vermeide Ablenkungen
    Identifiziere die Ablenkungen, die Dich davon abhalten, Aufgaben zu erledigen, und plane Zeiten für Social Media, Videospiele, Online- oder Handyzeiten. Ausserhalb dieser Zeitschalte das Handy auf Flugmodus. Gehe nur ins Internet, wenn Deine Aufgabenerledigung dies erfordert. Anschließend gehe wieder in den offline Modus.

  6. Verteidige Deine Produktivzeit
    Identifiziere die Zeit des Tages, zu der Sie am produktivsten bist und planen die schwierigsten Aufgaben für diese Zeit. Verteidige diese Zeit gegenüber Dritten, die sich genau in dieser Zeit mit dir treffen wollen oder Dich um Hilfe bitten. Vereinbare mit diesen Personen eine andere Zeit. In diesem Zusammenhang ist ein Nein zu anderen ein klares Ja für Dich.

  7. Beachte das Pareto Prinzip
    Perfektionistische Tendenzen  bedingen, dass die Zeit für die Erledigung von Aufgaben deutlich länger ist, als für eine "Gut genug" Lösung. Orientiere dich dabei am Pareto-Prinzip. Es besagt, dass Du mit 20% des Aufwandes bereits 80% Ergebnisqualität erzielen kannst. Während Du für 100% (also perfekt) weitere 80% Energie einsetzen musst. Deshalb lege fest an welchen Kriterien Du das jeweilige "Gut genug" erkennst und orientiere dich daran. Wenn Du Dir diesbezüglich nicht sicher bist, frage Personen, denen Du vertraust .

  8. Fordere Dich selbst heraus
    Suche nach Möglichkeiten, Dich selbst herauszufordern, indem Du Dich neuen Aufgaben oder Zielen stellst. Gehe bewusst in Situationen, die für dich neu oder ungewohnt sind. Lerne immer wieder Neues, so baust du kontinuierlich Vorbehalte gegen Unbekanntes ab.

  9. Deligiere, was andere besser können
    Belaste Dich nicht mit Aufgaben, die andere (Dienstleister oder Freunde) besser oder schneller können als Du. Gib den Auftrag rechtzeitig weiter und entlaste Dich. Denke dabei auch an kostenfreie Angebote, wie Zeitbörsen die es in fast jeder Stadt gibt. Dort finden sich Menschen mit unterschiedlichen Talenten und Fähigkeiten zusammen und stellen ihre Leistungen (privat für privat) für andere zur Verfügung. Im Gegenzug dafür bringst Du selbst den Anteil an Leistung ein, wo des für Dich besonders leicht ist. So ist allen gut geholfen.
  10. Profitiere vom Compound-Effekt
    Tue es heute, morgen und alle Tage in kleinen Schritten, so bildet sich spielend einfach eine neue Gewohnheit während im Gegenzug dazu die Aufschieberitis weniger wird. Wichtig dabei: geh in kleinen Schritten voran, gehe dieses aber kontinuierlich.






Mein Name ist Gabriele,

schön dass Du da bist.




Als Zielerreichungs- und Perspektiven-Coachin ist es meine tägliche Motivation Menschen dabei zu unterstützen,
ihr sinnerfülltes, selbstbestimmtes und erfolgreiches Leben zu verwirklichen.
Mit dem Ziel: Arbeit zur Freude, Leben zur Hauptsache und Geldverdienen zur Leichtigkeit zu wandeln.


Du Fühlst dich angesprochen? Dann vereinbare ganz einfach Dein persönliches Kennenlerngespräch.

unsplash